Erste Etappe: Perth – Broome

Besuch bei Fabians Cousine in York
Gleich nach der Übernahme unseres Campervans, ging es für ein Wochenende ins Landesinnere zu Regina & Stefan. Ihre warme Gastfreundschaft und ihr abgelegenes und einzigartiges Zuhause haben uns begeistert. Wir wurden kulinarisch verwöhnt, mit einem Oldtimer durch die Gegend chauffiert und durften viele wertvolle Tipps für unseren bevorstehenden Roadtrip von Perth nach Darwin entgegennehmen. Mit viel Können und etwas Glück, konnte Fabian dabei helfen, einen Generator zu reparieren. Dieser Erfolg hat uns ein feines Filet als Proviant eingebracht :-). Danke Regina & Stefan für die schönen Tage bei euch!






The Pinnacles
Unsere erste Etappe führte uns zwei Stunden nördlich in den Nambung Nationalpark. Dort bewunderten wir die bis zu vier Meter hohen verwitterten Kalksteinsäulen „The Pinnacles“. Unsere erste Nacht im Camper verbrachten wir dann in Geraldton und die zweite Nacht schliefen wir auf einer Raststätte „somewhere in Australia“ (so vielversprechend heisst zumindest der entsprechende Ordner mit den Fotos). Die ersten 454 Km haben wir somit gut aber noch etwas unsicher hinter uns gebracht. Begleitet von Gedanken wie: ja Autofahren muss man schon mögen, wenn man 4500 km zurücklegen will. Alle die meine Aversion gegen das Autofahren kennen, schmunzeln jetzt. Ich fand es nicht lustig. Und Fabian setzte sich auf dem Beifahrersitz mit seiner Sterblichkeit auseinander. Soweit so gut.




Shark Bay
Dummerweise fielen unsere ersten zwei Wochen genau auf die australischen Winterferien. Dies hatte zur Folge, dass die „Hotspots“ gut besucht und die Caravan Parks mehr oder weniger ausgebucht waren. Für uns bedeutete es, dass wir nur einen Tag an der beeindruckenden Shark Bay verbringen konnten. Der schönen Küste haben wir gar nicht sooo grosse Beachtung geschenkt, schliesslich liegen viele Kilometer auf dem Coastal Highway vor uns. So denkt man oder dachten wir zumindest zu diesem Zeitpunkt.











Exmouth – Cape Range Nationalpark
Weiter gings für 3 Tage nach Exmouth, das Eingangstor für die Halbinsel North West Cape. Da wiederum alle Stellplätze für Camper ausgebucht waren, durften wir uns auf einem Overflow Campground niederlassen. Den grössten Teil des vielseitigen Nationalparks konnten wir gut mit unserem Maui erkunden. Wir haben eine eindrückliche Wanderung am Yardie Creek unternommen, haben die grossen Termitenhügel bewundert und sind an der Turquoise Bay/Ningaloo Reef geschnorchelt. Um den gesamten Nationalpark zu sehen, wäre ein 4WD nötig gewesen. Naja, wir waren mit unserem 7 Meter langen 2WD bereits ausreichend gefordert. Unterdessen waren wir 1105 km nördlich von Perth und ich war immer noch erleichtert, wenn wir am Abend jeweils auf unserem Übernachtungsplatz angekommen waren. Nicht ideal wenn der Weg das Ziel sein soll.











Karijini Nationalpark
Etwas mehr als 100 km nach der Bullara Station haben wir den Coastal Highway verlassen und sind ins Landesinnere in den Karijini Nationalpark gefahren. Nach einer Tagesetappe von knapp 700 km durch das „Nichts“ erwartete uns ein Campground in der Natur pur, tolle Schluchten, natürliche Pools und einfach viele eindrückliche Wunder der Natur. Anschliessend staunten wir über die Roadtrains und Oversize Transporte, denen wir auf der Weiterreise begegneten. Welch Gegensätze!

















Eighty Mile Beach
Nach knapp 3000 km ist es endlich soweit. Die Routine bringt Sicherheit und diese führt dazu, dass das Autofahren langsam aber sicher Spass macht. Und Fabian entspannt sich immer öfters auf dem Beifahrersitz. Was? 3000 km? Wir realisieren, dass wir aufgrund vieler gewollter Umwege, viel weitere Strecken fahren als gedacht. Am Eighty Mile Beach legen wir einen Zwischenstopp ein und geniessen einen grandiosen Sonnenuntergang.




Broome
Die Hälfte der Strecke ist geschafft. Und wir haben realisiert, dass der Coastal Highway nicht an der Küste entlang führt und wir das Meer „on the road“ nur selten zu Gesicht bekommen. Broome ist überfüllt mit australischen Pensionären mit Wohnwagen. Die sogenannten „Grey Nomades“ wollen alle das Naturschauspiel „Stairway to Moon“ erleben, welches an drei Tagen pro Monat bei Vollmond zu bestaunen ist.




